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Jugend in Aktion

Wir, Magdalena Langer und Anna Schwaiger, hatten mithilfe des Vereins Cope die einmalige Gelegenheit, einen Einblick in das südindische Dorfleben zu erhalten. Im Projektzentrum „Nesa Karangal“ lebten und halfen wir für vier Monate als Volontärinnen mit. Finanzielle Unterstützung erhielte wir durch den Europäischen Freiwilligendienst,
einer Aktion des EU-Förderprogramms JUGEND in AKTION.

Unsere Aufgabe bestand darin, Englisch- und Computerunterricht für Kinder aus dem Waisenhaus „Nesa Karangal“ und aus den „Arivahams“ (Häuser des Lernens) abzuhalten. Der Unterricht fand am Abend nach der Schule zwischen 18 und 20 Uhr im Arivaham statt. So versuchten wir, die Englischkenntnisse der SchülerInnen zu verbessern, indem wir kreative Ansätze wählten und vor allem das freie Sprechen mit ihnen übten. Dies war für die Kinder oft ungewohnt, da in der Schule vor allem das Auswendiglernen forciert wird.
Auf den Computerunterricht freuten sich die Kinder immer besonders und sie eigneten sich relativ schnell Basiskenntnisse an, wie den Computer einzuschalten, mit der Maus umzugehen und Programme wie Paint oder Microsoft Word anzuwenden. Die sprachlichen Barrieren machten es uns manchmal schwierig, Dinge richtig zu erklären und wir mussten zur allgemeinen Belustigung auf Pantomime oder Zeichnen zurückgreifen. Im Computerunterricht half uns jedoch meistens Irutayaraj, ein Student der von Cope unterstützt wird, beim Übersetzen.

Ein weiteres Projekt das wir durchführten, war das Erstellen eines Buches, in dem es um Lebensgeschichten von Menschen aus südindischen Dörfern geht. Dafür interviewten wir sechs Männer und Frauen unterschiedlicher Religionen und Kasten aus den umliegenden Dörfern über ihr Leben. Wieder half uns Irutayaraj dabei als Übersetzer.

Die Interviews und auch das Mitleben im Projekt und im Dorf gaben uns einen direkten Einblick in eine Lebensweise, die sich von unserer eigenen häufig sehr unterscheidet. Was uns immer wieder sehr betroffen hat, sind die harten Bedingungen unter denen viele Menschen leben. So erlebten wir hautnah mit, wie angewiesen die BewohnerInnen zum Beispiel auf den Monsunregen sind und wie viel sie arbeiten müssen, um ihre Familien zu ernähren.

© 2009 Cope - Children oriented progressive education